| BIOGRAPHIE:
Lothar W. Ulsamer
Geboren 1952 in Stuttgart,
der baden-württembergischen Landeshauptstadt
im Südwesten Deutschlands,
lebt heute mit seiner Familie in Esslingen
am Neckar. |
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Lothar W. Ulsamer griff mit Freude für
jeden Schulaufsatz zur Feder und vertraute schon mal einem alten Schulheft
einen „Mini-Roman“ an. Über die von ihm herausgegebene Schülerzeitung
fand er zum „öffentlichen“ Schreiben und berichtete als Schüler
und Student regelmäßig für verschiedene Tageszeitungen.
Zahlreiche Fachaufsätze in unterschiedlichsten
Medien, die Themen von der optischen Übertragungstechnik bis zur Ethik
umfaßten, aber auch Broschüren und Bücher entstanden im
Laufe der Jahre an seinem Schreibtisch, auf Sportplätzen oder im Zug.
„Ich schreibe gerne und notfalls auch an fast jedem Ort.“
Er studierte Soziologie, Wirtschafts- und
Sozialgeschichte, Politikwissenschaft und Volkskunde in Tübingen und
schloß mit dem Magister Artium ab. In Würzburg promovierte
er „mit einem heiß umstrittenen Thema“ zum Dr. phil. Nicht nur als
Schüler und Student mischte er sich schreibend ein, sondern bis heute
ist er der Meinung: „Schreiben heißt auch Stellung beziehen!“
Als Leiter einer Projektgruppe im baden-württembergischen
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung stand neben vielen
organisatorischen Fragen auch das geschriebene Wort im Vordergrund: Familienpolitik,
Seniorenaktivitäten und das Leben behinderter Menschen waren die zentralen
Themen. Danach übernahm er in einem mittelständischen Unternehmen
die Verantwortung für interne und externe Öffentlichkeitsarbeit.
Die Mitarbeiterzeitschrift wurde von ihm neu gestaltet und mehr als ein
Jahrzehnt inhaltlich verantwortet; rund 1000 Pressemitteilungen erreichten
die Redaktionen. Außerdem richtete er nach eigenen Konzepten ein
Firmenmuseum ein. Heute betreut er in einem international tätigen
Großunternehmen in einem Vorstandsbereich Mandate und Reden. „Auch
hier stehen das gesprochene und geschriebene Wort im Zentrum".
„Merkwürdige Vorgänge bei meinem
früheren Unternehmen führten mich zum Krimi“, betont er. „Ich
wollte hinter den Vorhang schauen, die Nebelschleier zerreißen, und
nach intensiven Recherchen kam eine Mischung aus Realität und Fiktion
heraus, die geradezu nach Bearbeitung in einem Kriminalroman rief. Wenn
man selbst betroffen ist von unerklärlichen Entwicklungen, dann schärft
dies die Sensibilität.“
Ganz bewußt spielen Nur
Vögel können fliegen und Nur ein Tropfen Vergangenheit
nicht in New York oder San Francisco, sondern im Raum um Stuttgart und
Esslingen bzw. im hohen Norden Schottlands, wo er sich bestens auskennt.
Möglichst reale Charaktere in einer realen Umgebung, dies liegt ihm
als Krimi-Autor am Herzen. Und Roy Lester, die Hauptfigur der Romane, ist
kein schwäbischer James Bond, sondern „ein Mensch wie ich und du.
Roy Lester ist ein Journalist mit Zivilcourage: Wenn andere wegschauen,
dann sieht er hin und handelt.“ Ganz folgerichtig schildert er in seinen
Krimis undurchsichtige kriminelle Machenschaften, aber unter der Oberfläche
geht es auch um gesellschaftliche Probleme: Der Einfluß von Psychosekten
oder die Verantwortung des Wissenschaftlers geben den Hintergrund für
seine beiden ersten Krimis ab. So ganz kann der Autor auch in seinen Krimis
das gesellschaftspolitische Engagement nicht verleugnen.
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